Natürlich bauen mit Holz
Holz überzeugt durch seine natürliche Ausstrahlung, warme Optik und vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten. Als traditioneller Baustoff fügt es sich harmonisch in unterschiedlichste Umgebungen ein. Ob moderne, zurückhaltende Eleganz oder rustikaler Charme – mit Holz lassen sich individuelle, funktionale und ansprechende Lösungen verwirklichen.
Entscheidend sind die richtige Holzart, eine sorgfältige Materialauswahl und eine fachgerechte Verarbeitung. Wir setzen auf ausgewählte Hölzer, die hinsichtlich ihrer Eigenschaften und Qualität für den jeweiligen Verwendungszweck geeignet sind. Dabei berücksichtigen wir neben den technischen Anforderungen auch die Herkunft und die Eigenschaften der verwendeten Materialien. Welche Holzart die richtige ist, hängt von den individuellen Anforderungen und dem Einsatzbereich ab. Eine persönliche und fachkundige Beratung gehört für uns selbstverständlich zum Service.
Farbliche Gestaltung
Holzartenkunde
Nordisches Fichtenholz
Fichtenholz zeichnet sich durch seine helle, weißlich-gelbe Färbung und einen dezenten, seidigen Glanz aus. Kern- und Splintholz unterscheiden sich farblich kaum. Unter Lichteinfluss dunkelt das Holz mit der Zeit nach und entwickelt einen gelblichbraunen Farbton. Die deutlich erkennbaren Jahresringe verleihen dem Holz seine charakteristische Maserung. Typisch für Fichtenholz sind außerdem natürliche Harzkanäle und gelegentlich auftretende Harztaschen.
Mit einer mittleren Rohdichte von etwa 470 kg/m³ bei 12–15 % Holzfeuchte zählt Fichte zu den leichten und vergleichsweise weichen Nadelhölzern. Wir verwenden überwiegend nordische, langsam gewachsene Fichte mit engen Jahresringen. Trotz ihres geringen Gewichts verfügt Fichte über gute mechanische Eigenschaften und eignet sich für zahlreiche Bau- und Konstruktionszwecke.
Im unbehandelten Zustand besitzt Fichtenholz nur eine geringe natürliche Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen und holzzerstörenden Pilzen. Besonders bei dauerhaftem Feuchtigkeitskontakt oder direktem Erdkontakt besteht ein erhöhtes Risiko für Holzschäden. Für den Einsatz im Außenbereich sind daher geeignete konstruktive Holzschutzmaßnahmen und, abhängig vom Verwendungszweck, eine entsprechende Holzschutzbehandlung erforderlich.
Fichtenholz lässt sich gut sägen, hobeln, fräsen und bearbeiten. Auch Schraub-, Nagel- und Leimverbindungen sind in der Regel problemlos möglich. Oberflächen können mit geeigneten Farben, Lasuren oder Holzschutzmitteln behandelt werden. Natürliche Holzmerkmale wie Äste, Harztaschen und unterschiedliche Maserungen gehören zum charakteristischen Erscheinungsbild dieses Werkstoffs.
Lärchenholz
Lärchenholz zeichnet sich durch seine attraktive Maserung, seine guten mechanischen Eigenschaften und seine vergleichsweise hohe natürliche Widerstandsfähigkeit gegenüber holzzerstörenden Pilzen aus. Aufgrund seiner Festigkeit und Elastizität eignet es sich für zahlreiche Anwendungen im Außenbereich, beispielsweise für Zäune, Sichtschutzelemente und andere Holzkonstruktionen.
Zu den charakteristischen Eigenschaften der Lärche gehören natürliche Merkmale wie Rissbildung, Drehwuchs, Harzaustritt, Äste und teilweise dunkle oder schwarze Astbereiche. Diese können je nach Wuchsbedingungen, Verarbeitung und Witterungseinflüssen unterschiedlich stark ausgeprägt sein und das Erscheinungsbild des Holzes beeinflussen.
Lärchenholz wird häufig in hobelfallender Qualität verarbeitet. Die Holzfeuchte kann dabei über den für andere Hobelwaren üblichen Werten liegen. Durch Feuchtigkeitsveränderungen können sich im Laufe der Zeit Risse, Verformungen und Maßänderungen ergeben.
Aufgrund des natürlichen Harzgehalts und der möglichen Rissbildung stellt Lärchenholz besondere Anforderungen an eine farbliche Oberflächenbehandlung. Für einen geeigneten Anstrich empfehlen wir speziell auf Lärchenholz abgestimmte, offenporige Lasuren. Diese ermöglichen einen Feuchtigkeitsaustausch und reduzieren das Risiko von Beschichtungsschäden. Eine regelmäßige Kontrolle und Pflege der Oberfläche ist erforderlich.
Bei geeigneter Konstruktion und unter Berücksichtigung des konstruktiven Holzschutzes kann Lärchenholz im Außenbereich auch unbehandelt eingesetzt werden. In diesem Fall entwickelt die Oberfläche durch Witterungseinflüsse im Laufe der Zeit eine natürliche, silbergraue Patina. Diese Vergrauung ist eine optische Veränderung und beeinträchtigt für sich genommen nicht die Festigkeit des Holzes.
Die beschriebenen holztypischen Eigenschaften sind bei der Materialauswahl und Verwendung zu berücksichtigen. Sie stellen nicht grundsätzlich einen Materialmangel dar, sofern die vereinbarte Beschaffenheit und die Gebrauchstauglichkeit des Produkts nicht beeinträchtigt werden.
Hundsdorfer Holzbau


















